Entnahme des bereits abgeschriebenen Firmenwagens

Steuernews-TV: August 2017

Ein Firmenwagen ist nach wie vor für viele Arbeitnehmer attraktiv. Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung wird dabei oft durch die Ein-Prozent-Methode ermittelt. In der aktuellen Steuernews-TV-Ausgabe erfahren Sie, warum es besser ist, das abgeschriebene Fahrzeug aus der Firma zu entnehmen und was es dabei zu beachten gibt.

Textabschrift des Videos (Transkription)

Entnahme des bereits abgeschriebenen Firmenwagens

Ein Firmenwagen ist nach wie vor für viele Arbeitnehmer attraktiv. Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung wird dabei oft durch die Ein-Prozent-Methode ermittelt. Berechnungsgrundlage für die Privatnutzung ist der Bruttolistenpreis für das Neufahrzeug. Dieser gilt für die Privatnutzung auch dann, wenn das Fahrzeug bereits komplett abgeschrieben ist und weiter auf die Firma läuft.

Besser ist es also, das abgeschriebene Fahrzeug aus der Firma zu entnehmen. Durch die Entnahme ist zwar die Differenz zwischen dem Buchwert und dem Zeitwert zu versteuern, die private Nutzung wird aber steuerfrei. Das heißt, die Ein-Prozent-Methode findet keine Anwendung mehr und der Bruttolistenpreis fließt ebenfalls nicht mehr in die Besteuerung ein. Für geschäftliche Fahrten können dann 30 Cent pro Kilometer als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

Achtung: Der Anteil der betrieblichen Fahrten darf nach der Entnahme nicht mehr als 50 % der Gesamtnutzung betragen. Die betrieblichen und privaten Fahrten sollten daher über einen längeren Zeitraum nach der Entnahme aufgezeichnet werden.

Artikel der Ausgabe November 2017